Das Logbuch

Samstag, 2. März 2013, 21.15 Uhr
11. Logbuch-Eintrag

Nun bildet sich die Figur endgültig zurück. Lediglich das Skelett der Raumskulptur ist noch sichbar.
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Nachdem vor ein paar Tagen die Künstlerin Christine Wehe Bamberger eine wunderbare Partitur live zu einem Stör:Termin gezeichnet hat, besuchte heute die Künstlerin Antje Vega das raumquartier. Mit schwarzer Farbe auf Karton bewegte sie Pinsel und Quaste zu mehreren Stör:Termin – Tonspuren. Was sie im Moment hörte und fühlte brachte sie durch ihre tanzende Bewegungen beim Tun auf das Trägermaterial auf.
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Die Arbeit von Antje Vega.

Störtermin 8 -  Herr B. stört den Raum    2013
Die Arbeit von Christine Wehe Bamberger.

Nun ist morgen der letzte Tag im raumquartier. Ab 15 Uhr treten die Störenfriede nochmals an und werden mit Herr B. die Erde zum Beben bringen.

Dann ist Alles vorbei und Herr B. wird wieder zu Dierk Berthel.

Vielleicht hört und sieht man sich irgendwo wieder.

Bis dahin,
na Sie wissen schon…

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Freitag, 1. März 2013, 23.20 Uhr
10. Logbuch-Eintrag

Immer wieder lass ich die unterschiedlichsten 16mm-Filme durch den Projektor laufen, dazu aber den selben soundtrack eines Stör:Termin.

Es ist unglaublich, wie einzelne Phrasen der Tonspur so kongenial zu den Bildern passen.

Ich bin ganz begeistert.

Selbst zur Demontage der Raumfigur bespielen bewegte Bilder die Wand des raumquartier, dass nun bald wieder einfach nur Galerie sein wird.

Die Atmosphäre beim Rückbau der Figur ist geprägt von …….. ach, schaut selber…..
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Donnerstag, 28. Februar 2013, 16.25 Uhr
9. Logbuch-Eintrag

Gestern haben alle Gäste einen besonderen Stör:Termin#9 erleben dürfen.

Im, durch die Tageszeit bedingten, dunklen raumquartier lief ein knarrender 16mm Filmprojektor. Der gute alte Siemens2000, den die Älteren unter euch noch als Schulprojektor kennen.

Gezeigt wurden zwei s/w Stummfilme. 1. Die Wirkunsweise der Tischlersäge / 2. Danseuses de Degas

Dazu schickten adäquat die Störenfriede ihre Klänge durch den Raum. Die Musiker hatten beide Filme nie zuvor gesehen. Was dabei heraus kam, war einfach WUNDERBAR.

Vor einigen Minuten habe ich aus meiner Filmsammlung nochmals zwei Filme durch den Projektor laufen lassen. 1. Die Zauneidechse / 2. Die rote Waldameise, dazu die Tonspur des gestrigen Abend.

Was soll ich sagen…….als wäre die Musik für beide Filme komponiert worden.

Ich bedanke mich deshalb herzlichst bei meinen gestrigen Störenfriede(a) Carola, Jochen, Jörg und Ernst. Für mich war das ein ganz besonderer Abend.

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Samstag, 23. Februar 2013, 17.00 Uhr
8. Logbuch-Eintrag

…..doch ein paar Worte.

Meine 3-teilige Figurengruppe ist fertig.

Spielerisch habe ich heute versucht durch Umpositionieren der einzelnen Elemente neue Situationen der Raumfigur zu schaffen.

Die einzelnen Schritte wurden mit der Kamera festgehalten und können unter Skulptur nachverfolgt werden.

Da auch mein Blick auf die Figur sich laufend ändern wird, werde ich in den nächsten Tagen meine Eindrücke mit dem Fotoapparat festhalten.

Zeitgleich wird sich aber die Figur wieder zurückbilden. Am Ende wird lediglich das verwendete Material  sichtbar sein.

Morgen gibt es wieder eine Matinee. Um 11.00 Uhr kommt Jochen Volpert und wird gemeinsam mit mir auf die veränderte Raumstruktur musikalisch reagieren.

Bis dahin,
Herr B. …………..eigentlich Dierk Berthel (so langsam muss ich mich wieder an den bevorstehenden Alltag gewöhnen) ……..alles ist nur temporär!

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Samstag, 23. Februar 2013, 12.50 Uhr
7. Logbuch-Eintrag

Keine Worte …..Kein Eintrag!

Herr B.

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Mittwoch, 20. Februar 2013, 22.45 Uhr


6. Logbuch-Eintrag


So, heute habe ich wieder mein raumQuartier bezogen und mich gleich an die Arbeit gemacht.
Jetzt steht fest, die Skulptur….oder eigentlich Plastik wird 3-teilig.
Die Ausmasse sind inzwischen auf 800x250x250 cm gestiegen, bzw. haben sich geändert.

Heute Abend hat Stör:Termin#6 stattgefunden. Stefan Hetzel hat sein Klavier präpariert, d.h. anders gestimmt. Mit der neuen Intonation mussten die Störenfriede erstmal zurechtkommen.

Da gab es einige Störgeräusche!

Die Tondokumente gibt es demnächst hier in der Rubrik Sound.

Morgen weitere Arbeiten an der Skulptur und am Abend dann Stör:Termin#7 mit Carola Thieme und Jörg Meister.

Bis dahin!
Herr B.

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Sonntag, 17. Februar 2013, 17.00 Uhr
5. Logbuch-Eintrag

Der Stör:Termin#4…..phänomenal
Der Stör:Termin#5…..phänomenal
…..und dazwischen?

Das erste Drittel geht heute zu Ende. Die Zeit war sehr intensiv. Gestern hatte ich einen fast klangfreien Tag. Den benötigte ich auch, da der Stör:Termin#4 so genial war –  ein crossover genau nach meinem Geschmack.
Hauptgedanke – was kommt danach?

…..und dann kam er, der Stör:Termin#5

Am besten einfach mal reinhören. Ich bedanke mich bei Jan Polacek, Markus Zitzmann, Stefan Hetzel, Jochen Volpert und Jörg Meister.

Dieser Logbuch-Eintrag bekommt zum Abschluss der 1. Woche noch ein Zustandsfoto der Skulptur.
Am kommenden Mittwoch geht es ab 14.00 Uhr weiter. Ich hoffe in alter Frische.

Bis dahin!
Herr B.

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Freitag, 15. Februar 2013, 10.00 Uhr


4. Logbuch-Eintrag


Gestern ging die Arbeit an der Skulptur recht gut voran. Irgendwann habe ich dann einen point of no return erreicht. Das bedeutet für mich, die Arbeit ruhen lassen, morgen sehe ich wieder mehr, wo es sich räumlich, gestalterisch hinbewegen wird.

Am Abend gab es den 3. Stör:Termin. Jan Polacek baute seine autoinduktive Gitarre auf und brachte mit Jörg Meister am Synthesizer den Raum zum Beben.

 Ich werde die Tonaufnahme des gestrigen Abend im laufe des Tages hier unter Sound veröffentlichen.

Heute Abend besuchen mich Jochen Volpert und Ernst Luksch und werden mit mir gemeinsam den Stör:Termin#4 absolvieren.

Bis dahin!
Herr B.

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Mittwoch, 13. Februar 2013, 22.30 Uhr

3. Logbuch-Eintrag

Die Woche fängt für mich im raumquartier erst am Mittwoch an, denn meine Anwesenheit ist an die Öffnungszeiten der Galerie gekoppelt.

Am Skelett der Skulptur habe ich die erste Lage Pappe befestigt. Hier muss ich mir morgen ein adäquateres Befestigungsmaterial besorgen, dann kann es locker weitergehen.

Am Abend wurde einen Stock tiefer in der Werkstattgalerie die Ausstellung „Verrückt nach Schreiben“ von Gerda Enk eröffnet. Auch hier durfte ich stören. Und das im sehr positiven Sinn. Es entstand ein kleiner, feiner Stördialog zwischen den von Gerda Enk gelesenen Texten und meinem 4-saitigen Instrument, dass ich mit Plektron, Geigenbogen und natürlich meinen Fingern bearbeitete und die Klänge durch eine Loopmaschine und Delay durch den Verstärker jagte. Einen Dialog, den man in dieser Art nicht wiederholen kann.

Mir hat es sehr viel Freude bereitet, vielleicht wird ja mehr daraus!

Jörg Meister brachte mir heute die erste gemasterte CD des VernissageStör:Termin vorbei, inklusive Artwork. Herzlichen Dank hierfür lieber Jörg.

Am Schluss meines heutigen Logbuch-Eintrag hänge ich noch einen ersten Videomitschnitt des ersten offiziellen Störtermin an. Viel Vergnügen!

Ach ja, morgen um 19.00 Uhr der Stör:Termin#3………bitte kommen!!!

Bis dahin!
Herr B.

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Sonntag, 10. Februar 2013, 18.00 Uhr
2. Logbuch-Eintrag


Die Raumskulptur ist beim Werden. Nicht viele aber einige Handgriffe konnte ich am Samstag an meiner Skulptur vollziehen.

Am Abend dann der erste Stör:Termin. Als Störenfriede die Herren Volpert und Hetzel. Was für ein Intro! Dann bediente noch Ernst Luksch das Drumset und seine fantastische Wavedrum. Whow, hat das Spass gemacht.

Die Audioaufnahme des Stör:Termin#1 und #2 liegt zum Anhören hier unter der Rubrik Sound bereit. Ab Donnerstag dann leider nur noch als Ausschnitt. Aber auf meiner Webseite www.dierk-berthel.de unter projekte (9) sind die kompletten Stör:Termine über Youtube verlinkt. Einfach mal anklicken.

Heute Morgen dann der zweite Stör:Termin mit Carola Thieme und Ernst Luksch, dazu kamen noch Jochen Volpert und Stefan Hetzel. Da gab es einige Gänsehaut-Momente.
Carola speisste ihre Klangfarben – Farbenklang – Samples mit ein, das Ganze noch mit den dazugehörigen Farben über Beamer in den Raum projektiert. Was für eine tolle Atmosphäre.

Ich bin ziemlich ausgelaugt. Am Mittwoch geht es hier im raumquartier weiter. Die Skulptur wird werden. Am Abend dann einen Sonder-Stör:Termin einen Stock tiefer in der Werkstattgalerie. Gerda Enk eröffnet ihre Ausstellung VERRÜCKT NACH SCHREIBEN. 

Sie wird zur Eröffnung Texte verlesen und ich werde mit E-Bass einen Stördialog verursachen.

Am Donnerstag gibt es den nächsten offiziellen Stör:Termin mit Jörg Meister und Jan Polacek. Aber bis dahin steht noch ein weitere Logbuch-Eintrag an.

Bis dahin!
Herr B.

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Samstag, 9. Februar 2013, 14.00 Uhr
1. Logbuch-Eintrag

Nachdem eine Spurenbeseitigung des gestrigen Abend durchgeführt wurde, versuche ich mich so langsam an meine Raumskulptur heranzutasten.

Ja, die Vernissage hat im wahrsten Sinne ihre Spuren hinterlassen. Da hat sich doch tatsächlich ein kleines, schwarzes, tanzendes, am Kopf erblondetes, nach Veilchen stinkendes, ja stinkendes Etwas mit Sonnenbrille durch mein Raumquartier bewegt und die Struktur des Raumes durch das Verteilen durch Bewurf von Federn in allen Richtungen geändert. Selbst der Inhaber einer Securityfirma war dem kleinen Ding gegenüber machtlos. Ihre zusätzlich mit Veilchenduft besprühten StoffBLUMEn stören heute noch.

 (was für ein Satz!)

Meine offiziellen Störenfriede waren einfach der Hammer. Ich möchte hier keine grossen Worte verlieren, gebe hier nur einen Brief wieder, den einer der Störenfriede heute morgen durch das WWW schickte

.

…..die Improvisierte Musik gestern Abend war die reinste Frischluft für mich!
Wäre das Ganze ein Fußballspiel gewesen, ginge mein Kommentar ungefähr so:
Zitzmann im Sturm war nicht zu bremsen, Thieme und Volpert leisteten überlegte Aufbauarbeit im Mittelfeld, Verteidiger Meister und Berthel sicherten solide ab, Libero Polacek sorgte für produktive Unruhe, während auf Luksch im Tor absoluter Verlass war…..
Ich bedanke mich beim gestrigen Publikum und freue mich auf den ersten Stör:Termin heute Abend um 19.00 Uhr mit Stefan Hetzel und Jochen Volpert.

So, jetzt wird was gearbeitet. Bis Morgen!
Herr B.

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